Fuji X1-Pro im Überblick



Die Fuji X1-Pro eine Retrokamera mit professionellen Ambitionen


Die Fuji war die erste Kamera am Markt die mittlerweile einen kleinen Retrotrend ausgelöst hat. Sie ist im Design und vom Bedienkonzept einer alten Leica nicht ganz unähnlich. Das macht sie natürlich auf Anhieb sympathisch. Sie besitzt oben ein großes Wählrad für die Belichtungszeit, an dem man auch die hervorragend arbeitende Automatik auswählen kann. Des weiteren findet man ein kleines Wählrad für die Belichtungskorrektur, den Auslöser und eine frei programmierbare Funktionstaste.

Auf der Rückseite hat die Kamera ein ausreichend großes Display, auf dem man sich ein gut sortiertes Quickmenü aufrufen kann. Das ist mehr als praktisch. Denn hier kann man die wichtigsten Kameraparameter mit zwei Tastenbetätigungen ändern und die 7 möglichen Benutzereinstellungen abrufen.

Wie funktioniert das manuelle fokussieren?


Die Fuji X-Pro1 besitzt einen Hybridsucher, also eine Kombination aus optischen und digitalem Sucher. Den vollen Funktionsumfang dieses tollen Suchers kann man mit manuellen Objektiven leider nicht voll ausschöpfen, da man nur im digitalen Modus die Schärfe beurteilen kann. Bei der Fuji muß man das Umschalten zwischen Sucher und Display nicht manuell vornehmen, denn der Sucher hat einen Annährungssensor und schaltet automatisch um, wenn man die Kamera an das Auge führt.

Der digitale Sucher hat eine vernünftige Auflösung, man kann die Schärfe sehr gut beurteilen. Um das manuelle fokussieren deutlich zu vereinfachen hat Fuji ein paar clevere Lösungen an Bord.

So kann man mit einem Druck auf das hintere Wählrad sofort in eine 100% Vergrößerung springen und so die Schärfe genau einstellen. Die Vergrößerung springt immer in das aktuell festgelegte Fokusfeld des Autofokus. Auch dieses kann man sehr einfach verändern. Dazu einfach die "AF-Taste" betätigen und dann das Feld auswählen.

Mit dem Verfahren des Fokus-Peaking hat man als Fotograf ein gutes Werkzeug um die Schärfe einfach zu legen. Beim Fokus-Peaking zeigt die Kamera die scharfen Stellen im Bild durch eine deutliche optische Aufhellung dar. Einfach gesagt, die Kanten der scharfen Objekte im Bild fangen an zu "brennen". Im Zusammenspiel mit der Fokusvergrößerung ist das manuelle fokussieren ein Kinderspiel.

Als Fazit bleibt nur der Fuji ein hervorragendes Zeugnis auszustellen. Sie ist extrem einfach in der Bedienung, macht super Bilder und die Verarbeitung finde ich für diesen Preis echt überragend. In Summe habe ich mit zwei Adaptern gerade mal etwas über 300 Euro ausgegeben und halte eine super Systemkamera in der Hand.